Der Return on Investment (ROI) beantwortet eine einfache Frage: Wie viel bringt mir jeder investierte Euro zurück? Ob neue Maschine, Marketingkampagne oder Software, mit dem ROI vergleichen Sie Investitionen auf einer gemeinsamen Basis.
Alle Beträge netto. Die Berechnung erfolgt direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten gespeichert.
ROI berechnen: die Formel
ROI = (Rückfluss − Investition) ÷ Investition × 100
ROI des Unternehmens = Gewinn ÷ Gesamtkapital × 100
Für einzelne Projekte nutzen Sie die erste Formel. Der Rückfluss ist dabei der zusätzliche Gewinn oder Rohertrag, den die Investition erzeugt, nicht der zusätzliche Umsatz. Für das Unternehmen als Ganzes setzen Sie den Jahresgewinn ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
Beispiel: ROI einer Marketingkampagne
Ein Onlineshop investiert 8.000 € in eine Kampagne. Sie bringt 35.000 € zusätzlichen Umsatz bei einer Rohertragsmarge von 40 %, also 14.000 € zusätzlichen Rohertrag.
| Gewinn aus der Kampagne | 14.000 € − 8.000 € = 6.000 € |
| ROI | 6.000 € ÷ 8.000 € × 100 = 75 % |
Hätte man den Umsatz statt des Rohertrags angesetzt, käme man auf einen ROI von über 300 %. Diese Verwechslung ist der häufigste Fehler bei Marketing-ROI-Berechnungen. Für Werbung gibt es zudem die Kennzahl ROAS (Umsatz ÷ Werbekosten), die etwas anderes misst.
Das DuPont-Schema
Das DuPont-Kennzahlensystem zerlegt den ROI in zwei Treiber:
ROI = Umsatzrendite × Kapitalumschlag = (Gewinn ÷ Umsatz) × (Umsatz ÷ Gesamtkapital)
Ein Unternehmen kann seinen ROI also auf zwei Wegen steigern: mehr Gewinn pro Euro Umsatz (Preise, Kosten) oder mehr Umsatz pro Euro Kapital (weniger Lagerbestand, schnellere Zahlungseingänge, bessere Auslastung). Mehr zur ersten Größe lesen Sie unter Umsatzrendite berechnen.
ROI über mehrere Jahre
Ein ROI von 50 % klingt gut, ist aber über fünf Jahre deutlich weniger wert als über ein Jahr. Um Investitionen mit unterschiedlicher Laufzeit zu vergleichen, rechnen Sie den ROI auf ein Jahr um: (Rückfluss ÷ Investition)1/Jahre − 1. Der Rechner oben macht das automatisch. Bei größeren Investitionen sind zusätzlich Verfahren wie Kapitalwert oder interner Zinsfuß sinnvoll, weil sie den Zeitpunkt der Zahlungen berücksichtigen.
Was ist ein guter ROI?
Pauschal lässt sich das nicht sagen. Ein ROI sollte mindestens über den Kapitalkosten liegen, also über dem Zins für einen Kredit oder der Rendite, die Sie mit einer risikoarmen Alternative erzielen würden. Je riskanter das Projekt, desto höher sollte der erwartete ROI sein.
Praxistipp
Legen Sie vor jeder Investition schriftlich fest, woran Sie den Rückfluss messen und nach wie vielen Monaten Sie Bilanz ziehen. Wer erst hinterher nach Zahlen sucht, findet meist die passenden.
Titelbild: Kampus Production / Pexels



