Die Marge zeigt, welcher Anteil des Verkaufspreises nach Abzug der Kosten übrig bleibt. Sie wird oft mit dem Aufschlag verwechselt. Wer das tut, kalkuliert seine Preise zu niedrig. Hier lernen Sie, wie Sie die Marge richtig berechnen.
Alle Beträge netto. Die Berechnung erfolgt direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten gespeichert.
Marge berechnen: die Formel
Marge in % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Verkaufspreis × 100
Aufschlag in % = (Verkaufspreis − Einkaufspreis) ÷ Einkaufspreis × 100
Verkaufspreis aus Wunschmarge = Einkaufspreis ÷ (1 − Marge)
Marge und Aufschlag: der Unterschied
Beide Kennzahlen beschreiben denselben Euro-Betrag, beziehen ihn aber auf unterschiedliche Größen. Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis, der Aufschlag auf den Einkaufspreis.
| Einkauf | Verkauf | Rohertrag | Marge | Aufschlag |
|---|---|---|---|---|
| 60 € | 100 € | 40 € | 40 % | 66,67 % |
| 50 € | 100 € | 50 € | 50 % | 100 % |
| 75 € | 100 € | 25 € | 25 % | 33,33 % |
Ein typischer Fehler: Wer 40 % Marge erzielen will und deshalb 40 % auf den Einkaufspreis aufschlägt, landet bei 60 € × 1,4 = 84 €. Die tatsächliche Marge beträgt dann nur 28,6 %. Richtig ist 60 € ÷ (1 − 0,40) = 100 €.
Verschiedene Margen im Überblick
- Bruttomarge (Rohertragsmarge): (Umsatz − Wareneinsatz bzw. Herstellkosten) ÷ Umsatz. Zeigt die Preis- und Einkaufsqualität.
- EBIT-Marge: operatives Ergebnis ÷ Umsatz. Berücksichtigt auch Personal, Miete und Verwaltung. Mehr dazu unter EBIT und EBITDA berechnen.
- Gewinnmarge (Nettomarge): Jahresüberschuss ÷ Umsatz, nach Zinsen und Steuern. Entspricht der Umsatzrendite.
- Deckungsbeitragsquote: (Umsatz − variable Kosten) ÷ Umsatz. Siehe Deckungsbeitrag berechnen.
Welche Marge ist gut?
Das hängt stark von der Branche ab. Im Lebensmittelhandel sind Bruttomargen von 25 bis 30 % üblich, im Modehandel oft 50 % und mehr, bei Software und Beratung noch deutlich höher. Vergleichen Sie Ihre Marge daher mit Unternehmen Ihrer Branche und vor allem mit Ihren eigenen Vorjahren. Eine sinkende Marge bei steigendem Umsatz ist ein Warnsignal: Das Wachstum wird dann mit Rabatten oder steigenden Einkaufspreisen erkauft.
Marge erhöhen
- Preise regelmäßig überprüfen und an gestiegene Kosten anpassen.
- Rabatte an Gegenleistungen knüpfen, etwa Abnahmemengen oder Vorkasse.
- Einkaufskonditionen neu verhandeln und Lieferanten bündeln.
- Sortiment auf Produkte mit hoher Marge ausrichten und Zusatzleistungen anbieten.
Praxistipp
Hängen Sie eine kleine Umrechnungstabelle an den Arbeitsplatz oder in die Angebotsvorlage: 20 % Marge = 25 % Aufschlag, 30 % = 42,9 %, 40 % = 66,7 %, 50 % = 100 %. Das verhindert die häufigste Fehlkalkulation.
Titelbild: MART PRODUCTION / Pexels



