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Break-even-Point berechnen: Formel, Beispiel und Rechner

RedaktionAktualisiert am
Fahrradgeschäft mit ausgestellten Fahrrädern

Der Break-even-Point, auch Gewinnschwelle, ist der Punkt, an dem Umsatz und Gesamtkosten gleich hoch sind. Darunter macht ein Unternehmen Verlust, darüber Gewinn. Wer ein Produkt einführt, investiert oder expandiert, sollte wissen, wo diese Schwelle liegt.

Rechner

Alle Beträge netto. Die Berechnung erfolgt direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten gespeichert.

Break-even-Point berechnen: die Formeln

Break-even-Menge = Fixkosten ÷ (Verkaufspreis − variable Stückkosten)

Break-even-Umsatz = Fixkosten ÷ Deckungsbeitragsquote

Sicherheitsabstand = (geplante Menge − Break-even-Menge) ÷ geplante Menge × 100

Der Nenner der ersten Formel ist der Stückdeckungsbeitrag. Die Gewinnschwelle ist also erreicht, wenn die Summe der Deckungsbeiträge genau die Fixkosten deckt.

Rechenbeispiel

Ein Fahrradladen will ein eigenes Service-Paket anbieten. Werkstattmiete, Werkzeug und ein Mechaniker kosten 60.000 € im Jahr. Ein Service kostet den Kunden 120 € netto, Ersatzteile und Verbrauchsmaterial schlagen mit 70 € zu Buche.

Stückdeckungsbeitrag120 € − 70 € = 50 €
Break-even-Menge60.000 € ÷ 50 € = 1.200 Services
DB-Quote50 € ÷ 120 € = 41,67 %
Break-even-Umsatz60.000 € ÷ 0,4167 = 144.000 €

Plant der Laden 1.500 Services, liegt der Sicherheitsabstand bei 20 %. Der Absatz darf also um ein Fünftel einbrechen, bevor Verluste entstehen.

Break-even-Analyse grafisch

Im klassischen Break-even-Diagramm stehen auf der x-Achse die Menge, auf der y-Achse die Euro-Beträge. Die Fixkosten sind eine waagerechte Linie, die Gesamtkosten steigen von dort mit den variablen Kosten an. Die Umsatzlinie beginnt im Nullpunkt. Wo sich Umsatz- und Gesamtkostenlinie schneiden, liegt der Break-even-Point. Die Fläche rechts davon ist die Gewinnzone.

Die Gewinnschwelle senken

  • Preis erhöhen: Schon kleine Preiserhöhungen senken die Break-even-Menge deutlich, weil sie voll in den Deckungsbeitrag gehen.
  • Variable Kosten senken: bessere Einkaufskonditionen, weniger Ausschuss, günstigere Logistik.
  • Fixkosten flexibilisieren: mieten statt kaufen, Freelancer statt Festanstellung in der Anlaufphase.
  • Produktmix verbessern: Produkte mit hohem Deckungsbeitrag stärker vermarkten.

Grenzen der Break-even-Analyse

Das Modell geht von einem konstanten Preis, konstanten variablen Stückkosten und einem einzigen Produkt aus. In der Praxis gibt es Mengenrabatte, sprungfixe Kosten (ab einer bestimmten Menge braucht es eine zweite Maschine) und mehrere Produkte. Für einen Produktmix rechnen Sie mit einem durchschnittlichen, gewichteten Deckungsbeitrag. Trotz dieser Vereinfachungen ist die Break-even-Analyse ein schnelles und sehr nützliches Werkzeug für Planungsentscheidungen.

Praxistipp

Rechnen Sie den Break-even nicht nur fürs Jahr, sondern auch pro Monat aus. Ein Ziel wie „100 Services im Monat“ kann jeder im Team verfolgen, eine Jahreszahl von 1.200 gerät dagegen schnell aus dem Blick.

Titelbild: Faheem Ahamad / Pexels

Redaktion Unternehmen Wachstum

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