Der Leasingfaktor zeigt auf einen Blick, wie teuer ein Leasingangebot im Verhältnis zum Listenpreis ist. Damit lassen sich Angebote für unterschiedlich teure Fahrzeuge oder Maschinen direkt vergleichen. Aussagekräftiger ist allerdings der Gesamtkostenfaktor, weil er auch Sonderzahlung und Nebenkosten berücksichtigt.
Listenpreis und Rate entweder beide netto oder beide brutto eingeben. Die Berechnung erfolgt direkt in Ihrem Browser, es werden keine Daten gespeichert.
Leasingfaktor berechnen: die Formel
Leasingfaktor = monatliche Leasingrate ÷ Listenpreis × 100
Grundlage ist der Listenpreis des Herstellers inklusive Sonderausstattung, nicht der rabattierte Kaufpreis. Wichtig ist, dass Rate und Listenpreis auf derselben Basis stehen: Gewerbliche Leasingnehmer rechnen meist mit Nettobeträgen, Privatkunden mit Bruttobeträgen. Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich, solange Sie nicht netto und brutto mischen.
Beispiel
Ein Firmenwagen hat einen Listenpreis von 50.000 €. Das Angebot lautet: 450 € Rate im Monat, 36 Monate Laufzeit, 3.000 € Sonderzahlung und 1.000 € für Überführung und Zulassung.
Leasingfaktor = 450 ÷ 50.000 × 100 = 0,90
Auf den ersten Blick wirkt das Angebot ordentlich. Die Sonderzahlung und die Nebenkosten stecken aber nicht in der Rate. Über die Laufzeit zahlen Sie insgesamt 450 × 36 + 3.000 + 1.000 = 20.200 €.
Gesamtkostenfaktor: der ehrlichere Vergleich
Viele Angebote drücken die Rate mit einer hohen Sonderzahlung. Damit Sie solche Angebote fair vergleichen können, verteilt der Gesamtkostenfaktor die Einmalkosten auf die Laufzeit:
Gesamtkostenfaktor = (Rate + (Sonderzahlung + Nebenkosten) ÷ Laufzeit in Monaten) ÷ Listenpreis × 100
Im Beispiel: (450 + 4.000 ÷ 36) ÷ 50.000 × 100 = 561,11 ÷ 500 = 1,12. Der tatsächliche Aufwand liegt also gut ein Viertel über dem, was der reine Leasingfaktor vermuten lässt.
Was ist ein guter Leasingfaktor?
Im Fahrzeugleasing hat sich eine Faustregel eingebürgert:
| Leasingfaktor | Einschätzung |
|---|---|
| unter 0,5 | außergewöhnlich günstig, oft Aktionsangebote |
| 0,5 bis 0,7 | sehr gut |
| 0,7 bis 1,0 | gut bis durchschnittlich |
| über 1,0 | eher teuer, nachverhandeln oder vergleichen |
Diese Werte sind Orientierung, keine feste Grenze. Kurze Laufzeiten, hohe Kilometerleistungen und Fahrzeuge mit hohem Wertverlust führen naturgemäß zu höheren Faktoren. Bei Maschinen und IT-Ausstattung liegen die Faktoren wegen kürzerer Nutzungsdauer und geringerer Restwerte meist deutlich höher.
Worauf Sie beim Vergleich achten sollten
- Gleiche Laufzeit und Kilometer: Ein Angebot über 24 Monate und 10.000 km im Jahr ist nicht mit einem über 48 Monate und 30.000 km vergleichbar.
- Restwert- oder Kilometerleasing: Beim Restwertleasing tragen Sie das Risiko, dass das Fahrzeug am Ende weniger wert ist als kalkuliert. Ein niedriger Faktor kann hier täuschen.
- Mehr- und Minderkilometer: Prüfen Sie die Sätze je Kilometer. Bei Vielfahrern entscheiden sie oft mehr als die Rate.
- Schäden bei Rückgabe: Unklare Regeln zur Rückgabe können am Ende teurer werden als jede Rate.
- Leasing oder Kauf: Ob Leasing überhaupt günstiger ist als Finanzierung oder Barkauf, hängt von Liquidität, Steuern und Nutzungsdauer ab. Das klären Sie am besten mit Ihrer Steuerberatung.
Praxistipp
Fragen Sie beim Händler immer zwei Varianten an: eine mit und eine ohne Sonderzahlung. Liegt der Gesamtkostenfaktor ohne Sonderzahlung nur wenig höher, behalten Sie die Liquidität lieber im Unternehmen.



